Über uns

Unser Verein haben wir am 21.05.2010 gegründet, mit dem Ziel, unser Projekt auf eine solide Basis zu stellen. Die meisten Mitglieder kennen sich seit  jahrzehnten. Unser Ziel ist es, mit unserem Projekt Museum Festung Beglingen dem Kanton Glarus eine weitere museale Attraktion zu schenken.

Unsere Mitglieder sind zwischen 33 und 46 Jahre alt. Per Ende 2010 bestand unser Verein aus 12 Mitgliedern.

Anfragen um Mitgliedschaft dürfen gerne gestellt werden. Wir möchten unseren Verein erweitern, sobald die Übernahme des Werks geklappt hat. Momentan haben wir 5 pendente Anfragen um Mitgliedschaft.

 

 

Kleine Doku unseres Projekts Museum Festung Beglingen / Verein Festung Beglingen

 

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser

Die folgende Dokumentation gibt Ihnen einen Einblick in unser Projekt und einen Ausblick auf das Museum ‘Festung Beglingen‘ in Glarus Nord, bei Mollis.

Sobald unser Verein Eigentümer der Festung Beglingen ist, wird das Projekt realisiert.

Das Museum wird die jüngste militärhistorische Vergangenheit eines Teils von Glarus Nord beleuchten.

Interessierten Besuchern wird dort der Festungsalltag nähergebracht. Sie werden die Möglichkeit haben, sich Wissen anzueignen, Erfahrungen zu sammeln und Eindrücke zu erleben.

Die Doku ist eine Zusammenfassung der Gedanken / Informationen zu unserem Projekt, welche wir im Januar 2013 zusammengetragen und niedergeschrieben haben.

Angenehme Lektüre wünscht:

Verein Festung Beglingen

Der Präsident

Hermann Lörli

 

 

Unsere Idee

Die Übernahme eines Festungswerks wurde von unserer Gruppe bereits vor über 10 Jahren (2004) diskutiert und dann wieder auf Eis gelegt. Die Idee basiert auf den militärischen, historischen und technischen Interessen, welche bei unseren Mitgliedern tief verwurzelt sind. Anfangs 2010 haben wir das Thema erneut aufgegriffen mit dem Entschluss, unser Museum zu realisieren.

In der Folge durften wir mehrere Werke besuchen. Die einen waren sozusagen leer, bei anderen waren bereits Verhandlungen mit anderen interessierten Vereinen am laufen. Am 20. Januar 2011 konnte eine vierköpfige Gruppe unseres Vereins das Artilleriewerk Beglingen unter kundiger Führung mit Festungswächter Herr Christian Hefti besuchen. Das Werk entsprach unseren Vorstellungen. Wir erkannten, dass alle grundlegenden Voraussetzungen für ein Museum gegeben waren.

Am 24.01.2011 informierten wir die Armasuisse über unser Kaufinteresse.

 

'Unser' Verein Festung Beglingen

Gegründet haben wir unseren Verein am 21. Mai 2010, nach der Besichtigung von mehreren zum Kauf angebotenen Werken. Mit der Vereinsgründung stellten wir unser Projekt auf eine solide Basis und bauten den nötigen Rückhalt auf. Unsere Vereinsmitglieder kennen sich alle schon seit über 20 Jahren. Sie kommen aus den Kantonen Glarus, Zürich, Graubünden. Jedes Mitglied hat in einer anderen Truppengattung Dienst geleistet.

Eines unserer Mitglieder betreibt im Militär Festungen und hat in Beglingen (als die Festung noch im Kernbestand war) Militärdienst geleistet. Dadurch kennt er die Anlage relativ gut und bringt wertvolles Wissen in den Verein. Privat haben sie Berufe wie: Informatiker, Rechtsanwalt, Bankangestellter, Liftmonteur, Betriebsmechaniker, Gärtner, Hauswart, Metallbauer, etc.

Unsere Mitglieder sind zwischen 33 und 46 Jahre alt.

 

Das Projekt

Unser Projektziel ist, das Artilleriewerk Beglingen bei Mollis komplett zu restaurieren und dieses anschliessend der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Unser Bestreben ist, das Werk möglichst komplett auszurüsten und so der Nachwelt als Zeitzeuge zu erhalten. Dies beinhaltet auch die Anlagen, welche sich auf (Sperrstelle Kerenzen) und vor der Festung (Matmag, Munitionsbunker) befinden, sowie auch die Artilleriestellungen Ennetberge, welche die Räume Mollis / Näfels und ein Teil der Linthebene mit Artilleriefeuer abdeckten. Das Gesamtbild der Festungsanlage soll möglichst komplett erhalten bleiben.

 

Das Artilleriewerk Beglingen, A 6756

Die Festung befindet sich auf dem Gemeindegebiet von Mollis, im Hügel des gleichnamigen Gebiets Beglingen. Die Zufahrt führt über zwei Grundstücke (vermutlich im Fahrrecht) und stösst anschliessend an die Festungsparzelle, auf welcher die Strasse bis zum Eingang weiterführt.

Zur Festung gehört die Eingangsparzelle Kat. 1162 mit ca. 6‘860 m2 und die Schartenparzelle Kat. 1063 mit ca. 22'000 m2 und mehrere kleinere Parzellen 'auf' der Festung. Total sind dies ca. 30‘000 m2. Die Festung selbst befindet sich primär unter den Parzellen 1162, 1063 und vermutlich mindestens einer weiteren 'fremden' Parzelle. Baubeginn der Festung war im Dezember 1941. Einsatzbereit, jedoch noch nicht vollständig ausgerüstet war sie Ende 1943.

Aus der Geheimhaltung entlassen wurde sie vermutlich 1986, oder kurz danach, dies aus folgendem Rückschluss: Früher war für den Brigadier der R Br 24 Pflicht, sämtliche Anlagen innert 3 Jahren zu besuchen. Herr Küchler, (Brigadier der R Br von 1986 – 1989) hat diese Anlage nie besucht, woraus geschlossen werden kann, dass diese damals bereits nicht mehr geheim war.

Die Festung beherbergt im unteren Bereich ein Infanteriewerk, im oberen ein Artilleriewerk. Nach dem Eingang ist die eigentliche Festung durch eine Standseilbahn erreichbar (diese ist ca. 60 Meter lang und überwindet 26 Höhenmeter). Der Infanterieteil ist nur zugänglich über zwei Treppen, welche vom Artilleriewerk-Bereich hinunter führen.

Vorhanden ist ein noch gut ausgerüsteter Unterkunftsbereich mit Küche, ein Filterraum (Filterelemente leider samt Behälter ausgebaut), ein Maschinenraum mit 3 Generatoren, zwei 10,5 cm Geschützstände (armiert) ein Geschützstand mit einer 9 cm Pak (armiert) zwei 7,5 cm Geschützstände (desarmiert) drei MG Stände (desarmiert) 1 Beleuchtungsstand (desarmiert) und mehrere Beobachter, welche teilweise ebenfalls desarmiert sind.

Eine der Besonderheiten des AW Beglingen ist, dass die Schussabgabe mit dem dahinter liegenden Flugplatz Mollis koordiniert werden musste, da durch das Schiessen die An/Abfluroute desselben tangiert wurde.

 

Objekte Ausserhalb des Werks

Das Artilleriewerk Beglingen hatte, wie jedes andere Werk ebenfalls, diverse Aussenanlagen, wie z.B. Beobachter Schlösslirippe, Sperrstelle Kerenzen (welche vermutlich in der Aussenverteidigung von Beglingen eingebunden war) und andere befestigte Aussenposten. Auch diese möchten wir, (oder zumindest ein Teil derselben) wenn irgend möglich, renovieren und mit funktionierenden Telefonverbindungen erhalten.

 

Bedingungen für die Übernahme eines klassifizierten Objekts

Im Inventar der schützenswerten Bauten / Sperrstellen der Armasuisse ist die Festung Beglingen als Werk / Sperrstelle von lokaler Bedeutung klassifiziert. Dies ist die letzte der drei Stufen (national, regional, lokal) und bedeutet, dass die dort aufgeführten historisch bedeutsamen Objekte nur an einen Verein / Stiftung veräussert werden dürfen. Privatpersonen ist der Kauf derselben verwehrt. Der Link zur Übersicht historischer Objekte: https://www.ar.admin.ch/de/armasuisse-immobilien/historische-militaerbauten.html

Die in den Dokumentationen aufgeführten Anlagen müssen laut Bedingung Armasuisse öffentlich zugänglich gemacht, unterhalten und für die Nachwelt gepflegt werden. Dies ist nachzulesen auf: https://www.ar.admin.ch/de/armasuisse-immobilien/verkauf-von-immobilien.html

Ebenfalls ist die Mitgliedschaft bei der Dachorganisation der Festungsmuseen (https://www.fort.ch/ ) Bedingung.  Anfangs 2013 hat unser Verein bei Fort.ch den Antrag um Mitgliedschaft gestellt.

Unser Verein erfüllt damit alle von der Armasuisse gestellten Bedingungen für die Übernahme der Festung Beglingen.

 

Der Bauliche Zustand des Werks

Generell gilt, dass die letzten Unterhaltsarbeiten vor über 15 Jahren durchgeführt wurden. Dies ist teilweise auch gut sichtbar.

Der Unterkunftsbereich ist glücklicherweise in gutem Zustand, wie auch der Filter- und Motorenraum. Bei den Geschützständen wurde leider nicht ausreichend belüftet, was zur Folge hatte, dass diverse teils gravierende Schäden entstanden sind. Wir finden dort alle Stadien des Zerfalls vor: Angefangen bei den ‚normalen‘ Auswaschungen aus dem Beton, grösserer Rostfrass an Scharten und Einrichtung, Fäulnis an Einrichtungsgegenständen, bis hin zu dem Geschützstand einer 10,5 cm Kanone, bei welchem die Decke aufgrund der Feuchtigkeit teilweise heruntergefallen ist.

Ebenfalls sind die Schartentarnungen teilweise defekt / blockiert.

Dasselbe gilt für die Annexbauten (Munitionslager, Materialdepot) und Bunker auf der Anlage. Bei diesen müssen Dächer geflickt, Beton saniert, Fassaden gestrichen und Tarnungen ergänzt werden. Hier wurden die letzten Unterhaltsarbeiten vor mehr als 20 Jahren getätigt.

 

Unterstützung / Zusammenarbeit für die Renovationsarbeiten

Die Renovationsarbeiten werden wir in Zusammenarbeit (beratende Funktion) mit dem kantonalen Heimatschutz, Denkmalschutz und dem Historischen Verein des Kantons Glarus (HVG) ausführen.

Unterstützung im Bereich know-how bei nicht alltäglichen Renovationsarbeiten erhalten wir vom Festungsmuseum Reuenthal.

Ebenfalls erhalten wir von der Stiftung Pro Castellis Unterstützung (Wissenstransfer). Beide sind im Unterhalt und der Renovation von Festungsbauten kompetente Partner. Dies ist sehr gut sichtbar an den Objekten, welche von diesen Organisationen gepflegt werden.

Die Militärhistorischen Stiftung des Kantons Zug unterstützt uns in den Bereichen Material und Wissen.

K31Doc, Mitglied des Festungsmuseums Reuenthal, unterstützt uns mit seinem Fachwissen im Bereich restauration von Karabinern und Langgewehren.

Im militärischen Bereich werden wir durch Herr Simon Küchler, Korpskommandant aD des Gebirgsarmeekorps 3 (zuvor Brigadier der R Br 24) und mehreren anderen teils hochrangigen Personen aus dem ehemaligen Führungskader der R Br 24 unterstützt. (die Festung Beglingen liegt im Abschnitt der Reduitbrigade 24)

 

Die Renovationsarbeiten

Unser Verein wird ein Teil der Renovationsarbeiten selbst ausführen.

Arbeiten,welche wir nicht ausführen können, werden wir dem lokalen Gewerbe vergeben, welche teilweise bereits früher an der Anlage gearbeitet haben. Dies unterstützt die ortsansässigen Unternehmer, und letztendlich auch die Gemeinde / Kanton. Zudem ist bei Problemen schnell eine Fachperson vor Ort.

Das Schlüssel-Projekt ist die Schrägseilbahn unmittelbar nach dem Festungseingang. Die Revision derselben soll im Sponsoring erfolgen. Eines unserer Vereinsmitglieder ist beruflich bei der Firma AS-Aufzüge tätig, mit Ausbildung im Bereich Schrägaufzüge. Der vorhandene Aufzug soll so revidiert werden, dass Personenbeförderung möglich ist, mit der anschliessenden Prüfung / Abnahme des Aufzugs für Personenbeförderung. Dies gibt uns die Möglichkeit, ein grosser Teil des Werks auch für gehbehinderte Personen zugängig zu machen. Zudem ist dieser Aufzug die Achillesferse des Werks. Ohne diesen ist eine Renovation oder Benützung derselben nur unter erschwerten Bedingungen möglich.

Die Generatoren werden von uns revidiert und in lauffähigem Zustand erhalten. Ermöglicht wird dies dadurch, dass eines unserer Mitglieder die Ausbildung zum revidieren von Motoren besitzt, welche er in der Vergangenheit bei seiner beruflichen Tätigkeit bis vor wenigen Jahren fast täglich eingesetzt hat. Ebenfalls wird die Haustechnik von uns in Stand gehalten. Ein weiteres Mitglied ist auf diesem Bereich ausgebildet.

Ausgeführt werden Arbeiten in Beton, Stahlbau, Holz, Haustechnik und Malerarbeiten.

Dies betrifft insbesondere:

  • Sämtliche Geschützstellungen inkl. Beobachter, etc.
  • Belüftung des Werks, allenfalls mit zusätzlicher Heizanlage via Wärmetauscher (im Stollen ist es Sommer wie Winter 12 Grad warm). Der Wärmetauscher würde zusätzlich helfen, das Werk zu entfeuchten.
  • Unterkunft
  • Eingangs – und Schartentarnungen
  • Annexbauten (Aussenmunitionslager, Aussenmateriallager, Bunker ausserhalb,Sperrstelle Kerenzen)

Die Aussenanlagen planen wir im Anschluss an die Renovation der Festung zu sanieren, sofern nicht dringender Handlungsbedarf besteht und keine grösseren Schäden durch zuwarten voraussehbar sind.

Sämtliche Arbeiten, welche unser Verein selbst erledigen kann, bringen uns im wesentlichen zwei Vorteile: Zum einen haben wir die Möglichkeit, unser Werk sehr gut kennenzulernen und ‚entdecken‘ Mängel, bevor sich eine grössere Sanierung aufdrängt. Zum anderen können Kosten eingespart werden. Die gemeinsam erledigten Arbeiten wecken zusätzlich die Verantwortung der Mitglieder für die Anlage.

Geplant ist, dass das Museum nach einer ca. 2 – 3 jährigen Renovationszeit (je nach Arbeitsfortschritt, respektive Schäden, welche seit unserer Besichtigung im Januar 2011 noch entstanden sind) an ausgewählten Tagen für Besucher geöffnet wird.

 

Das Museum

Unser Museum soll erlebbar sein.

Hauptattraktion des Museums ist das komplett ausgerüstete Artilleriewerk A 6756 Beglingen. Dieses kann von Besuchern in geführten Gruppen begangen werden. Dort wird der Besucher erleben, wie unangenehm laut es z.B. im Maschinenraum ist, wenn einer der Motoren läuft und welche Wärme durch diesen abgestrahlt wird. Durch den abwechselnden Betrieb der Motoren verhindern wir so zugleich Standschäden. Er sieht die Manometer an der Stromverteilwand in Funktion. Der Besucher soll auch die Möglichkeit haben, z. B. eine 10,5 cm Kanone zu bedienen (laden, richten). So kann er sich das Handwerk des Laders und Richters besser vorstellen und hat eine Ahnung von den Anstrengungen / Handgriffen, welche für einen Schuss nötig waren.

Im Museum wollen wir alle Waffen zeigen, welche im Zusammenhang mit dem Werk verwendet wurden. Wir wollen zudem eine möglichst umfassende Munitionssammlung unserer Armee ausstellen. In der Schweiz gibt es viele private Munitionssammlungen. Diese befinden sich meist in privaten Räumlichkeiten, der Zugang zu diesen ist der Öffentlichkeit verwehrt. Zurzeit befindet sich in keinem Museumsartilleriewerk eine umfassende Munitionssammlung. Es werden jeweils (+ - ) nur die im Werk vorhandenen Hülsen und Granaten gezeigt.

Die einst vorhandenen Waffen sollen alle wieder angeschafft und eingebaut werden (wo nicht bereits schon vorhanden). Ebenfalls soll möglichst viel vom Umfeld der Festung Beglingen (z. B. Zusammenspiel mit dem Flugplatz, wichtige örtliche Sperrstellen, andere Artilleriewerke in der Region und ihre Aufgaben, etc.) beleuchtet werden.

 

Ausstellungsmaterial

Teilweise haben unsere Mitglieder bereits vor über 10 Jahren ausgewählte Militaria-Komponenten unserer Armee gesammelt und zusammengetragen. Diese Sammelintensität haben wir nach den ersten Werkbesichtigungen intensiviert und speziell auf Festung Beglingen ausgerichtet. Diese Intensivierung gründete auf der Erkenntnis, dass in den zum Verkauf stehenden Werken enorm viel Material fehlt, welches nur schwer zu beschaffen ist, was wiederum viel Zeit beansprucht, gute Kontakte voraussetzt und vielfach auch Glückssache ist.

Durch unser Engagement konnten wir in den letzten Jahren viel Material in unserem Verein konzentrieren und hatten die Chance, diverse Kontakte zu knüpfen, welche sich für das Werk und unser Museumsprojekt ausbezahlen werden. So dürfen wir z.B. von einer geschützten Operationsstelle, welche noch komplett eingerichtet ist, sämtliches Material für Beglingen verwenden (diese wird voraussichtlich 2017 zurückgebaut). Aktuell ist der Sanitätstrakt in Beglingen komplett leer. Ebenfalls wurden uns andere Komponenten angeboten, welche im Werk noch fehlen. Teilweise sollen uns die Gegenstände dann leihweise abgegeben werden. Obwohl schon sehr viel Material zusammegekommen ist, fehlt uns immer noch ein beachtlicher Teil, bis das Museum wieder komplett ausgerüstet ist.

Wir haben das Material an mehreren Standorten eingelagert. Mancherorts kann man infolge der knappen Platzverhältnisse kaum mehr in die entsprechenden Räume gelangen (optimales ausnützen der bestehenden Platzverhältnisse). Einer der Räume ist belüftet, um zu verhindern, dass das empfindliche Material Schimmel ansetzt oder durch Rostfrass beschädigt wird. Das wiederbeschaffen des fehlenden Materials wird die Zeitaufwendigste und vermutlich auch die schwierigste Aufgabe. Um so grösser ist unsere Freude, wenn wir von einem Spender ein Gewehr, Bayonett, Helm, Uniform, Rucksack oder sonst ein Gegenstand erhalten, den wir im Museum zeigen dürfen und so vor der Vernichtung retten können.

 

Finanzielles

Die Übernahme der Festung von der Armasuisse wird ca. 40‘000 Franken kosten (analog ähnlichen Anlagen, welche von der Armasuisse in der Vergangenheit an Vereine oder Private veräussert wurden).

Die Renovation der Festung wird eine wesentlich grössere Summe verschlingen.

Wir kennen den Kostenrahmen der nötigen Aufwendungen für Übernahme, Sanierung und den späteren Betrieb bestens. (Nachfrage bei Festungsvereinen mit Festungen ähnlicher Grösse, welche ebenfalls umfangreich saniert wurden.)

Getragen werden diese Kosten vollumfänglich von unserem Verein.

Unser Finanzierungskonzept ist vergleichbar mit demjenigen der Festungen Waldbrand, Reuenthal, Vitznau: Auch bei diesen werden sämtliche anfallenden Kosten vom Verein getragen. Erwirtschaftete Erträge (Eintritte, Spenden, etc.) mindern diese. Dieses Modell wird bei den oben genannten Festungsmuseen bereits teilweise seit Jahrzehnten erfolgreich gelebt, ohne Subventionen der Öffentlichen Hand zu beanspruchen.

Der Betrieb der Festung kostet pro Jahr momentan 6‘300 Franken (Stromkosten für Belüftung / Licht). Werden alle Geschützstellungen richtig belüftet, rechnen wir mit Kosten von knapp 8‘000 Franken pro Jahr. (Basis: Stromtarif 2013)

Eine Versicherung wird abgeschlossen, welche für Personenschäden haftet und Mobiliarschäden deckt. Diese wird bis 700.— pro Jahr kosten (analog ähnlichen Werken)

Die Eintritte werden dazu verwendet, Darlehen zurückzubezahlen, Leihgaben den jeweiligen (verkaufswilligen) Besitzern zum Einstandspreis abzukaufen, Renovationskosten zu decken, das Museum auszubauen oder Ausstellungskomponenten dazuzukaufen.

Ein kostendeckender Betrieb (Eintrittserlös > Stromkosten) wird vermutlich nicht realisierbar sein, oder nur durch viel Glück erreicht werden. In der gesamten Schweiz existieren nur eine knappe Handvoll Festungsmuseen, welche dies annähernd erreichen. Sämtliche anderen sind defizitär und decken die Kosten mittels Mitgliederbeiträgen, Sponsoring oder Spenden.

Erfreulicherweise haben wir für unser Projekt bereits von zwei Spendern aus der Region je einen grösseren fünfstelligen Geldbetrag für die Renovation der Festung zugesichert bekommen. Dieser finanzielle Grundstock ermöglicht uns, bereits zu Beginn des Projekts ein grosser Teil der vordringlichsten Renovationsarbeiten zu erledigen.

 

Übertragungsprozedere

Nach der Zusicherung des Werks durch die Gemeinde an unseren Verein wird es nochmals mehrere Monate dauern, bis einerseits die Zonenplanänderung durch die Gemeinde / Kanton erfolgt ist, und andererseits die Festung anschliessend in unseren Vereinsbesitz übergehen kann (Handänderung). Die Zonenplanänderung des Kantons ist Voraussetzung für die Überführung des Werks in einen Museumsbetrieb, respektive war bis jetzt bei ähnlichen Verkäufen jeweils Bedingung der Armasuisse mit folgender Begründung: Da sich die Anlage(n) in der Regel nicht in bebautem Gebiet, sondern in der Landwirtschaftszone befinden, muss zuerst die Zonenkonformität (Umzonung der Parzelle in z.B. Museumszone oder dergleichen) hergestellt werden.

 

Sponsoring

Auch unser Verein entlastet gerne sein Budget mit zusätzlichen (fixen) Einnahmen (analog den von uns zum Vergleich herangezogenen Werken / Vereine). Deshalb werden wir, sobald die Anlage unserem Verein zugesichert ist, versuchen, weitere Sponsoren zu finden, welche ebenfalls bereit sind, ein Teil der Kosten zu übernehmen. Zusätzliche finanzielle Beiträge bereits zu Beginn erlauben uns, auch Renovationen zu tätigen, welche noch nicht zwingend nötig sind, respektive solche vorzuziehen, welche in den kommenden Jahren anstehen würden. Dies wiederum gibt uns die Möglichkeit, Arbeiten sinnvoll zu kombinieren. Sobald die Festung in unseren Besitz übergegangen ist, werden die dringend nötigen Renovationsarbeiten in angriff genommen.

Präsentation der Sponsoren (Analog ähnlicher Museen):

Für die Sponsoren wird eine Tafel beim Eingang der Festung erstellt. Auf dieser werden die wiederkehrenden Sponsoren nach Betragshöhe aufgelistet. Dem Hauptsponsor wird im oberen Bereich der Tafel ein entsprechend grosser Bereich zugeteilt, um sich gebührend zu präsentieren. Ebenfalls werden auf dieser Tafel unterstützende Vereine und Privatpersonen erwähnt und Gönner (wiederkehrende) aufgelistet.

Sämtliche Sponsoren, Gönner und unterstützende Privatpersonen werden auch auf unserer Internetseite aufgelistet und erhalten Gelegenheit, allenfalls Prospekte, Dokumentationen oder ähnliches im Festungswerk an guter Lage zu platzieren. Einmalspenden werden auf unserer Internetseite verdankt und wenn möglich an geeigneter Lage im Museum publiziert.

 

Werbung

Auf diversen Plattformen wird, sobald der Öffnungstermin bekannt ist, für das Museum geworben.

Dr. Phil. Rolf Kamm hat uns angeboten, auf der Internetseite des Historischen Vereins des Kanons Glarus unser Museum zu platzieren. Es werden Flyer bei der Autobahnraststätte Glarnerland, in den Tourismusbüros des Kantons Glarus und an weiteren ausgewählten Orten in den Kantonen Glarus, Zürich, St. Gallen und Schwyz aufgelegt.

Ebenfalls sollen wenn möglich Flyer bei unseren Sponsoren aufgelegt werden können.

Zudem möchten wir bei anderen interessierten Festungsmuseen / Partnerwerken Flyer auflegen (gegenseitig).

Eine Internetseite ist geplant, welche sämtliche nötigen Informationen enthalten wird.

 

Unterstützende Personen und Körperschaften, wichtige Kontakte

Herr Simon Küchler, Korpskommandant aD des Gebirgsarmeekorps 3, ehemals Brigadier der R Br 24

Mehrere andere Angehörige des oberen Kaders der ehemaligen R Br 24

Historischer Verein des Kantons Glarus, Dr. Phil. Rolf Kamm

Stiftung Pro Castellis, Herr Felix Nöthiger

Festungsmuseum Reuenthal

Militärhistorische Stiftung des Kantons Zug

K31Doc, Mitglied des Festungsmuseums Reuenthal

.